Dentalchirurgisches Nähen – Implantologie & plastische Parodontalchirurgie

In welchen medizinischen Fachdisziplinen wird auf dentalchirurgische Nähte zurückgegriffen?

In der Zahnheilkunde gelten die Implantologie und plastische Parodontalchirurgie als die bewährtesten medizinischen Teildisziplinen. Das Aufgabenspektrum der behandelnden Ärztinnen und Ärzte sowie Chirurginnen und Chirurgen reicht von der Behandlung der physiologischen mukogingivalen Anatomie bis zu der Therapie verlorengegangener Zähne.

Dentalchirurgische Nähte werden speziell für die Applikation intraoraler Eingriffe hergestellt und in diesem Kontext verwendet.

Was versteht man unter plastischer Parodontalchirurgie?

Die plastische Parodontalchirurgie befasst sich mit der Schleimhaut in der Mundhöhle.

In der Oralchirurgie unterscheidet man dabei zwischen der freien marginalen Schleimhaut am Zahn und der befestigten, mit dem Knochen verwachsenen Schleimhaut.

Bis zum Jahr 1996 wurde die plastische Parodontalchirurgie noch unter dem Namen Mukogingivalchirurgie geführt und wird auch heute noch in einigen Kontexten unter dem Synonym betitelt.

Welche Zuständigkeitsbereiche lassen sich der plastischen Parodontalchirurgie zuordnen?

Die plastische Parodontalchirurgie ist im Speziellen für folgende fünf Teilbereiche zuständig:

  • Gingivale Augmentationen
  • Wurzeldeckungen
  • Papillenrekonstruktionen
  • Kammaugmentation mit Bindegewebe
  • Chirurgische Kronenverlängerung

Die Therapieform umfasst die operative und nichtoperative Korrektur von morphologischen Defekten und von Weichgewebe mit dem Ziel, der Wiederherstellung der physiologischen mukogingvivalen Anatomie.

Was ist zahnärztliche Implantologie?

Die zahnmedizinische Implantologie ist eine wissenschaftliche und praktische Therapieform zum Ersetzen verlorengegangener Zähne.

Die Tätigkeitsbezeichnung des Implantologen/ der Implantologin ist jedoch kein geschützter Arbeitstitel.

Zahnärztinnen/Zahnärzte, Fachärztinnen/Fachärzte, Oralchirurginnen/Oralchirurgen und Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurginnen/Gesichtschirurgen können mit einer Approbation die Befähigung zur Durchführung vollumfänglicher, zahnheilkundlicher Behandlungsmaßnahmen erwerben.

Wie läuft eine Zahnimplantation ab?

In der Implantologie werden künstliche Wurzeln (sogenannte Zahnimplantate) in Ober- und/oder Unterkiefer eingesetzt. Dies geschieht in der Regel in einem ambulanten Eingriff unter örtlicher Betäubung des Kiefers. Die Implantate stellen dabei die Zahnwurzeln neuer Zähne dar und dienen zur Verankerung von abnehmbarem oder festsitzendem Zahnersatz.

Obwohl Implantate mit spezieller Plateau-Anker-Geometrie immer öfter zu Einsatz kommen, werden am häufigsten immer noch die Schraubenimplantate in den Kieferknochen gesetzt. In beiden Fällen werden die Implantate mit Suprakonstruktion im Anschluss versorgt und auf diese Weise können einzelne Zahnlücken oder zahnlose Kiefer dauerhaft rekonstruiert werden.

Woraus bestehen Zahnimplantate?

Dentale Implantate bestehen aus metallischen und nichtmetallischen Werkstoffen!

Über die Jahre hat sich Titan als Ausgangsmaterial für einen adäquaten Zahnersatz bewährt. Doch auch Keramikimplantate sind keine Seltenheit und werden häufig von Implantolog*innen empfohlen.

Zahnimplantate müssen verschiedene Qualitätsvoraussetzungen erfüllen, um für die Einbringung in den Kieferknochen in Frage zu kommen. Entscheidende Indikatoren dafür sind die Gewebeverträglichkeit, Biostabilität oder Festigkeit.

Welche Vorteile haben Zahnimplantate?

Ob Einzelzahnlücke, größere Zahnlücken oder gleich ein ganzer zahnloser Kiefer – in der Zahnmedizin sind Zahnimplantate mittlerweile fester Bestandteil für eine funktionelle und ästhetische Rehabilitation des Kausystems. Denn fehlende Zähne hinterlassen nicht nur optisch eine unschöne Lücke, sondern können auch die Funktion des gesamten Kauapparates nachhaltig stören und verändern.

Wieso sind Zähne so wichtig?

Der Verlust eines einzelnen Zahnes kann für längerfristige Probleme sorgen und krankmachende Auswirkungen auf den Körper haben!

Fehlende Zähne beeinflussen das Aussehen, das Sprechen, die Mimik und Gestik sowie das Lachen und können zu einer Funktionsstörung des Kausystems führen.

Eine dauerhafte und ästhetische Lösung können dabei Implantate liefern!

Mit Implantaten wird nicht nur nachhaltig für ein strahlendweißes Lächeln gesorgt. Es werden auch gestörte Funktionen des Gebisses wiederhergestellt.

Welcher Stellenwert wird der heutigen Implantologie zugeschreiben?

Noch vor rund 15 Jahren implantierten lediglich circa 10% der deutschen Zahnärzte regelmäßig. Im Jahr 2010 überstiegen die rund 10,4 Millionen potenziellen Zahnimplantatindikationen die tatsächlich gesetzten Implantate um das Zehnfache. Dies zeigt den hohen Bedarf an zu setzenden Implantaten auf.

Für Implantologinnen und Implantologen leitet sich dadurch ein enormer Nachholbedarf bei stetig wachsender Nachfrage ab.

Sehr gute Langzeitergebnisse und ein immer breiter werdendes Forschungsfeld mit neuen Behandlungsmethoden unterstreichen die Relevanz und liefern gute Gründe für die moderne zahnärztliche Implantologie.

Worin unterscheiden sich die konservativen von aktuellen dentalchirurgischen Behandlungsformen?

Frühere intraorale Eingriffe wurden mit relativ dicken Nadeln und Fäden durchgeführt und zielten auf die rein funktionellen Maßnahmen ab. Diese betrafen auch den Ersatz von natürlichen Zahnwurzeln mittels Zahnimplantate zu einer statischen Pfeilvermehrung.

Im Laufe der Jahrzehnte hat sich die klassische Chirurgie allerdings zu einem hochgradig technologisierten Anwendungsgebiet entwickelt!

Heutzutage werden fast immer computergestützte, dreidimensionale Planungen in die implantologischen Behandlungskonzepte integriert und neue, innovative Verfahren herangezogen. Auch die atraumatische Wundversorgung mittels sehr dünner Nadel-Faden-Kombinationen für bessere Heilung, kommt immer öfter zum Einsatz.

Die verwendeten Implantatsysteme entwickeln sich stetig weiter. So werden heutzutage kurze bis ultrakurze Implantate verwendet, um die Sauerstoffversorgung von Gewebe und Knochen zu verbessern und das Periimplantitis Risiko zu reduzieren.

Welcher Stellenwert ist dem dentalchirurgischen Nähen zuzuordnen?

Heutzutage ist die Verbesserung der Ästhetik ein aus medizinischer Sicht sekundäres, aber aus Patientensicht primäres Ziel dentalchirurgischer Operationen. Umso wichtiger sind die primäre Wundversorgung und die Wundheilung bei Weichgewebs- Knochen- und ästhetischen Rekonstruktionen!

Werden bei diesen Eingriffen zwingend notwendige Maßnahmen wie eine adäquate Wundbehandlung nur teilweise oder gar nicht ergriffen, kann dies zu Wunddehiszenzen oder Kontaminationen der Wunden führen.

Was sollte beim dentalchirurgischen Nähen beachtet werden?

Eine gute Wundheilung ist im Wesentlichen von zwei Punkten abhängig: der richtigen Behandlungsweise und dem optimalen Wundverschluss.

Daher sollte die Behandlung so schonend und atraumatisch wie möglich durchgeführt werden. Die Wahl der richtigen Wundverschlusstechnik spielt dabei eine entscheidende Rolle. Je nach Verlauf der chirurgischen Schnitte und Beschaffenheit der Lappen sollte sorgfältig abgewogen werden, welche dentalchirurgische Nahttechnik und welches Nahtmaterial zu wählen ist.

Welche Formen ästhetischer Implantatrekonstrunktionen gibt es?

Ästhetische Implantatrekonstruktionen umfassen Imitationen weißer Zahnhartsubstanz und Rekonstruktionen von verlorengegangenem Hart- und Weichgewebe.

Die ästhetische Zahnmedizin bietet neben Implantaten noch weitere Behandlungsmethoden an, um den steigenden Anforderungen der Patientinnen und Patienten gerecht zu werden.

Denn heutzutage sind schöne Zähne ein Ausdruck von Gepflegtheit und haben einen entscheidenden Einfluss auf unsere Gesundheit, unsere Lebensqualität und unser Selbstwertgefühl.

Das Bild zeigt eine schematische Abbildung von ästhetischen Implantatrekonstruktionen, die in der zahnmedizinischen Implantologie eine große Rolle spielen.

So können

  • Bleaching
  • Veneers
  • Keramische Inlays
  • Kompositfüllungen
  • Vollkeramische Kronen

für ein zusätzliches ästhetisches Ergebnis sorgen.


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